Als wir im Frühjahr 2002,
...unterstützt von der Antonio Amadeu Stiftung, dem Verein Gesicht zeigen und der Bundeszentrale für politische Bildung, eine Schultour durch die neuen Bundesländer machen, sind wir schockiert über der Apathie und Langeweile an den Schulen. Es sind Orte, wo Menschen ihre Hoffnung verloren haben und braunes Gedankengut plötzlich zur Mode wird. Die Mitläuferzahl von Jugendlichen, die von Neonazis in Angst und Schrecken versetzt werden, droht zur Gefahr für Zivilcourage und Demokratie zu werden. Schlagartig wird uns klar, wie schnell die Verbindung von Kleinbürgertum, Rassenhass und Faschismus an diesen Orten ein Vakuum entstehen lässt, in dem Menschen, die nicht „ins Bild passen“, zur Zielscheibe werden. Diese Jugendlichen haben resigniert, bevor sie überhaupt Hoffnung auf ein besseres Miteinander selbst erleben konnten.
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