Es ist soweit: Die Jury hat die 10 Finalisten des Bandwettbewerbes “Nazis aus dem Takt bringen” ermittelt und somit steht fest, welche Artists auf dem “Nazis aus dem Takt bringen”-Sampler vertreten sein werden. Drei von ihnen haben darüber hinaus die Chance, an dem großen Abschlusskonzert der Kampagne teilzunehmen… und wer das sein wird, liegt an Euch.
Im Grunde bereits ein Klassiker, weil aus dem Jahr 1992, ist der Kurzfilm “Schwarzfahrer” von Filmemacher Pepe Danquart. Mit dem Fokus auf die Thematik Rassismus und “Ausländerfeindlichkeit” inszeniert Danquart auf illustre Art und Weise eine Facette deutschen Alltags und erhielt dafür 1994 in der Sparte “Kurzfilm” einen Oscar. Nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass der Streifen heute nicht minder aktuell ist, widmen wir dem Ganzen einen Blogeintrag. Enjoy.
Vor einigen Tagen veröffentlichte die Mobile Opferberatung auf ihrer Homepage einen offenen Brief an den Innenminister Sachsen-Anhalts Holger Hövelmann. Hintergrund ist die drohende Abschiebung von Aliou S. - unserer Meinung nach eine offensichtliche Schikane und Diskriminierung durch die zuständigen Behörden. Aliou S. wurde vor rund einem Jahr Opfer einer rassistischen Gewalttat, die Täter sind noch auf freiem Fuß und werden dies auch bleiben, sollte es tatsächlich zur Abschiebung kommen.
Ihr könnt Euch an dem Aufruf gegen die Abschiebung beteiligen, indem ihr den Brief kopiert und entweder per Post oder per Mail an den Innenminister schickt. Wir haben eine Vorlage des Briefes für Euch !HIER (klick)! als Worddokument hinterlegt. Für einen direkten Link zu Eurem externen Mailprogramm !klick (HIER)! Ansonsten findet ihr die Mailkontakte auch in der Briefvorlage, selbiges gilt für die Adresse.
Hier der offene Brief direkt zum Lesen:
Sehr geehrter Innenminister Holger Hövelmann,
mit Bestürzung haben wir zur Kenntnis genommen, dass Sachsen-Anhalt zum dritten Mal in Folge bundesweit den Spitzenplatz bei rechten und rassistischen Gewalttaten einnimmt. Gleichzeitig wird ein Opfer rassistischer Gewalt durch die Ihrem Ministerium unterstehenden Ausländerbehörden schikaniert, als „ängstlicher Ausländer“ beleidigt und nunmehr mit Abschiebung bedroht.
Die Musikindustrie befindet sich in der Krise. Keine neue Nachricht, dennoch erscheinen die Methoden, mit denen dagegen angegangen wird, in den meisten Fällen mehr als fragwürdig.
So gab die GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) bereits Anfang des Jahres bekannt, aufgrund des massiven Einbruchs bei den Umsätzen und Gewinnen aus dem Verkauf von Tonträgern, eine Gebührenerhebung bei Konzertveranstaltungen durchzuführen. Faktisch bedeutet dies, dass die Tarife für Konzertveranstalter um 600 Prozent erhöht werden sollen.
Beispiel aus dem Handelsblatt:
(…) ein Konzert mit einem Kartenpreis von 45 Euro und 5000 Fans vorgerechnet. Nach alter Ordnung werden 3.369,60 Euro fällig. Der neue Tarif laute dagegen auf 18.000 Euro. Dazu muss noch zehn Prozent auf die Nebenverkäufe und Sponsorengelder abgeführt werden (…). Vom Rest muss dann der gesamte Konzertbetrieb, von der Hallenmiete bis zu den Löhnen der Bühnenarbeiter und den Stromkosten bezahlt werden.
Neben ihrem Engagement bei Brothers Keepers eV machen die Mitglieder von Lopango Ya Banka mit/über ihre Musik und das Album “Kongo Bololo” auf Situation im Kongo aufmerksam - eine Situation über die wir hier faktisch nichts erfahren. Wir haben darüber berichtet (klick HIER)
Kürzlich wurden zwei neue Clips zu den Songs “Bifuku Mitano” und “Loyemba la Lokum” gedreht. “Bifuku Mitano” ist eine Hommage an die 5 Millionen Menschen, die während des Bürgerkriegs und der inszenierten Konflikte im Kongo seit 1997 umgekommen sind. “Loyemba la Lokumu” ist die Interpretation der kongolesischen Nationalhymne auf Lingala, eine der vier meist gesprochenen Nationalsprachen des Landes. Wie in den meisten afrikanischen Ländern wird die offizielle Version der Nationalhymne in der Kolonialsprache -im Kongo ist das Französisch- gesungen. Lopango Ya Banka möchte dem etwas entgegensetzen und geht damit einen Schritt in Richtung Selbstbestimmung des Kongos. Props dafür!