Brothers Keepers e.V. empfiehlt: Kongo Bololo
Das erste Rap-Album in Lingala
Parallel zu ihrem Engagement bei Brothers Keepers e.V. melden sich die Gründer von Lopango Ya Banka lautstark mit ihrem Album KONGO BOLOLO zu Wort und bekennen sich damit eindrucksvoll zu ihrer musikalischen Heimat – dem Kongo. Buza, Mangenge, Nkozi und Nkoy rappen und singen auf Lingala, Tshiluba und Kikongo und verbinden dabei fette HipHop-Beats mit “1a Rumba Congolaise”. Ein Album, das mehr ist als Musik; es steht für 66 Millionen Kongolesen, die etwas zu sagen haben.
Der Albumtitel “Kongo Bololo” ist wörtlich zu verstehen: Kongo ist bitter! Angelehnt an die bitter schmeckende Naturmedizin gegen Bauschmerzen “Bololo” will Lopango Ya Banka eine afrikanische Metapher darstellen: “Unsere Texte sind zwar bitter, aber sehr heilsam. Sie reinigen von innen mit der Wahrheit.” Die Themen sind nicht nur sorgfältig ausgewählt, sondern dokumentieren zudem umfangreich die aktuelle Situation des Landes. Lopango Ya Banka kämpft mit allen seinen musikalischen Aktivitäten für die Vision einer besseren Zukunft und appelliert gleichzeitig an die junge Generation Kongos, diese mitzugestalten.
So fordert der Song “Mpo na Kongo” (dt.: “Steh auf für den Kongo”) die junge Generation auf, sich für eine positive Entwicklung Kongos zu engagieren. “Bifuku Mitano” ist eine Hommage an die 5 Millionen Menschen, die während des Bürgerkriegs und der inszenierten Konflikte im Kongo seit 1997 umgekommen sind. “Loyemba la Lokumu“: In vielen afrikanischen Ländern wird die Nationalhymne in der Kolonialsprache gesungen, aber Lopango Ya Banka geht einen neuen Weg und schreibt die 1. Version der Nationalhymne Kongos auf Lingala, eine der vier meist gesprochenen Nationalsprachen des Landes. “Moto to Mbwa” fasst die Message von Lopango Ya Banka zusammen: “Die Kongolesen sind Menschen, keine Bestien. Und wir sehen es auch als unsere Verantwortung an, dies in der Öffentlichkeit klarzustellen.“
Die musikalischen Fragmente, sog. “Skits”, dienen aus der Sicht von Lopango Ya Banka als Brücke zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. “Lumumba 1 Skit und Lumumba 2 Skit” sind Originalansprachen von Patrice Lumumba über die Unabhängigkeit seines Landes und den gesamten Kontinent Afrika. “Mama Landu Skit” ist eine Originalansprache von Marie-Thérèse Landu über das Schweigen der internationalen Gemeinschaft beim Völkermord im Kongo. Dabei erwähnt sie die Komplizität zwischen kongolesischen Diktatoren, Korrupten und multinationalen Konzernen bei der Ausbeutung Kongos. Marie-Thérèse Landu war Präsidentschaftskandidatin. Und sie wurde kurz nach dieser Rede für ein Jahr verhaftet. Heute lebt sie im Exil in Belgien. “Ne Muanda Nsemi Skit“: In diesem Originalinterview fordert Ne Muanda Nsemi mehr Demokratie, Bürgerrechte, Presse- und Meinungsfreiheit für die Bürger seines Landes. Ne Muanda Nsemi ist Gründer der Bürgerbewegung Bundu Dia Kongo (BDK) und Abgeordneter der Opposition im Parlament der Demokratischen Repubik Kongo.
Lopango Ya Banka – alle Mitglieder der Rap-Formation wurden in Kinshasa, Kongos Hauptstadt, geboren und sind in Deutschland und Frankreich aufgewachsen. Den Kontakt zu dem Land ihrer Eltern und Ahnen haben sie dabei nie verloren. Die wichtigste Verbindung ist dabei die Musik. Lopango Ya Banka bedeutet auf Lingala nichts anderes als “Grundstück der Ahnen”.
Buza und Mangenge, die Lopango Ya Banka 1997 als HipHop-Initiative gründeten, mussten den Kongo unter der Diktatur von Joseph Désiré Mobutu verlassen. Im “gelobten” Deutschland angekommen, wurden sie sofort mit den Schattenseiten konfrontiert: Flüchtlingslager, Asylantenheime, Behörden und Rassismus. Doch all diese Schwierigkeiten motivierten sie nur noch mehr, sich sozial zu engagieren. Neben ihren Aktivitäten bei Brothers Keepers e.V. gründeten sie den Verein EZIBELI e.V. in Wuppertal, NRW, der junge Menschen aus Kongo mit dem gleichen Schicksal in Deutschland unterstützt.
KONGO BOLOLO – Ein musikalischer Ausflug in den Kongo
Die Substanz des Albums “Kongo Bololo” findet seinen Ursprung in einem Menschen, der Freiheit, Unabhängigkeit und Demokratie in Afrika symbolisiert hat: Patrice Lumumba. Patrice Lumumba zählt zu den wichtigsten Persönlichkeiten und Politikern des afrikanischen Kontinents. Von 1960 bis 1961 war er der erste Ministerpräsident des unabhängigen Kongo (zuvor: Belgisch-Kongo, später: Zaire, heute: Demokratische Republik Kongo). Er wurde am 17. Januar 1961 in der Provinz Katanga ermordet.
Auch 47 Jahre nach Patrice Lumumba hat sich nicht viel geändert: Korruption, Bürgerkriege und Diktatur sind immer noch ein Grundübel der Gesellschaft. Der heutige Alltag in der Demokratischen Republik Kongo zeigt viele dunkle Seiten des Reichtums. Für die Gier der Reichen werden immer noch Menschenleben und Umwelt aufs Spiel gesetzt.
Im Mitteleuropa beispielsweise werden täglich 40 kg Bodenschätze pro Kopf verbraucht. Menschen verdanken ihren Lebensstandard Rohstoffen wie Holz aus dem Regenwald, Uran, Erdöl, Erdgas, Gold oder Blut-Diamanten. In der Mikroelektronik für Handys, Laptops oder Fahrzeuge stecken Metalle wie Tantal oder Niob. All diese Bodenschätze kommen aus den fernen Ländern wie dem Kongo. Aber zur Gewinnung dieser Bodenschätze gehören leider auch negative Eigenschaften wie Ausbeutung, Kriege und Unterdrückung.
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Please forgive my lack of translation, Just wanted to shout out to my brothers and sisters across the water. America like Germany struggles with its self-image. On a domestic and international level America is still stuck in the mire of what is American. While the mainstream likes to believe itself pluralistic and accepting of diversity, the simple fact of the matter is that the majority use the rhetoric of diversity while dismissing the significant idiosyncrasies that each diverse population brings to our overall culture. This is accomplished by claiming that “race does not matter” or “we are all the same” while every empirical study demonstrates that we are not the same and race is still an extremely important issue within this country. This is cultural oppression of the worse kind because it marginalizes each diverse segment at the alter of the majority. Moreover it is not a realistic view of our world from a global or domestic perspective and ill prepares our entire nation to engage and understand the differences and similarities that define our global village. I think this is part of the reason why most Americans are often unable to adapt when visiting another culture and why we are often frowned upon around the world. Quite simply, we repress our richness in order not to deal with it. African American solidarity, activism, and nationalism are still very much a threat to mainstream society and, ironically, often labeled as divisive and racist. That is why I am so very proud of my Afro-Deutcher brothers and sisters. Your organization brings attention to the rich diversity of the Fatherland by demonstrating that African-Aryan is as much a part of Germany as any other segment of your population. Your efforts educate the world on the African face of Germany, something that at least in America, we are woefully ignorant of. While I am certain that there are many who discourage rather than encouraged this expression, I applaud your spirit and challenge to the negative reaction of anything that promotes black identity and consciousness. My mother is native German and often I deal with the incredulous reaction of Americans whose mental picture of German does not extend beyond blond hair and blue eyes. I have experience similar reactions when traveling internationally as the mental picture of America is often of Euro-Americans. Several times I had long conversations in which I had to explain that African-Americans are “real Americans” and every bit as valid as any other racial or ethnic segment of our population. Keep up the good work, only by illustrating and celebrating the differences as well as the commonalities of our cultures can we achieve true diversity and unity as children of God and one
[...] Neben ihrem Engagement bei Brothers Keepers eV machen die Mitglieder von Lopango Ya Banka mit/über ihre Musik und das Album “Kongo Bololo” auf Situation im Kongo aufmerksam - eine Situation über die wir hier faktisch nichts erfahren. Wir haben darüber berichtet (klick HIER) [...]