Archiv des Tags ‘Adé Bantu’

Meeting Harry Belafonte II

Sunday, den 7. February 2010
Harry Belafonte in Berlin (Bild: Simone Rafael)

Harry Belafonte in Berlin (Bild: Simone Rafael)

In der vergangenen Woche war der US-amerikanische Sänger, Schauspieler und Aktivist Harry Belafonte zu einer kurzen Stipvisite in Deutschland. Fast die ganze Zeit an seiner Seite, BK-Gründer Adé Bantu. Nicht ohne Grund, denn im Rahmen verschiedener Projekte ging es Belafonte vor allem darum, sich ein Bild der Problematiken “Rassismus” und “Rechtsextremismus” in Deutschland zu machen sowie die damit verbundene Verantwortung von Künstlern, “kreativen Widerstand” zu leisten. Unter anderem kam es zu einem Treffen mit weiteren BK-Künstlern (ua Nosliw, Tyron Ricketts, Dellé, QuietStorm) in den Berliner Räumen der Amadeu Antonio Stiftung. Den Gesprächen werden Aktionen folgen - aber alles will gut durchdacht sein. Denn:

… Wir müssen aufhören zu labern und auf jeden Fall strategisch verfahren / Den Feind beobachten und dann ganz langsam enttarnen / Wörter sind wie der Wind und laut sprechen die Taten… (Germ; Adriano - Letzte Warnung!)

Einen ausführlichen Bericht über den Besuch Belafontes bei der Stiftung gibt es hier:

Meeting Harry Belafonte

Tuesday, den 2. February 2010

(v.l.n.r.) QuietStorm, Harry Belafonte, Tyron Ricketts, Adé Bantu

(v.l.n.r.) QuietStorm, Harry Belafonte, Tyron Ricketts, Adé Bantu

Adé Bantu feat. African China - Show Them Love

Monday, den 15. June 2009

BK-Begründer Adé BANTU befindet sich derzeit in seiner zweiten Heimat Nigeria, wo er jedoch nicht minder aktiv ist als in Deutschland. Für die Organisation CRARN, die in Nigeria gegen Kindesmisshandlung kämpft, hat er kürzlich gemeinsam mit African China den Song “Show Them Love” aufgenommen.

Mehr Infos:

Dates - Rückblick (Highlights)

Tuesday, den 20. November 2007

November 2007 // ZDF Roche & Scobel “Alles deutsch?”

Adé und NosliwAnfang November waren die Brothers Keeper Adé Bantu, D-Flame und Nosliw zu Gast in der ZDF-Sendung “Roche & Scobel – Alles deutsch?”. Rückblickend hätten wir uns sicherlich mehr als vier Minuten Redezeit gewünscht und müssen leider kritisieren, dass die Diskussion – auch aufgrund der zu kurz gekommenen Afro-Perspektive - ein wenig einseitig war. Dennoch gab es durchaus auch interessante Momente. Aber macht Euch selbst ein Bild: Die komplette Sendung gibt es in der ZDF-Mediathek.

August 2007 // Adé Bantu auf Westafrika-Reise mit dem Bundesaußenminister

Als Teil einer Kulturdelegation wurde Adé Bantu die Ehre zuteil, Bundesminister Frank Walter Steinmeier vom 1. bis 3. August auf dessen Reise nach Ghana und Nigeria zu begleiten und somit die Interessen von Brothers Keepers e.V. auf höchster politischer Ebene zu vertreten. Mit dabei waren auch die deutsche Schriftstellerin Antje Ravic Strubel, der deutsch-ghanaische Fußballspieler Anthony Baffoe und der Generalsekretär des Deutschen Akademischen Austausch Dienstes (DAAD), Christian Bode. Adés Fazit: “Es ist gut, zu sehen, dass Deutschland beim Thema Afrika uns Afrodeutsche einbezieht.”

“HipHop – Quo Vadis?” oder: Das Schweigen ist gebrochen!

Friday, den 12. October 2007

Im Juli startete die Online-Petition “Das Schweigen brechen – Rassismus und Sexismus im deutschen HipHop”. Neben zahlreichen prominenten Unterstützern wie Smudo, Dr. Wolfgang Thierse oder Hans-Jürgen Massaquoi haben sich bisher knapp 4.000 Menschen an der Aktion beteiligt und mit ihrer Unterschrift ein deutliches Zeichen gesetzt.

HipHop - Quo Vadis?

In Anlehnung an die Petition hatte Brothers Keepers e.V. mit dem Medienpartner Musikwoche und der Amadeu Antonio Stiftung am 21. September zu einer Pressekonferenz auf die Musikmesse Popkomm nach Berlin geladen. Unter dem Titel “HipHop – Quo Vadis?” diskutierten Murat Güngör (Autor), Torch (HipHop Artist/BK), Ramin Bozorgzadeh (Groove Attack), Adé Bantu (Musiker/BK), Abisara Machold (Sängerin/Soz.Wiss.), Marcus Staiger (Royal Bunker), Daniel Köhler (Juice) und Noah Sow (Autorin/Musikerin/Der Braune Mob) über die gegenwärtigen Entwicklungen im deutschsprachigen HipHop. Die Moderation übernahm Manfred Gillig, Chefredakteur des Branchenmagazins Musikwoche. Mit der Begründung, sich nicht als relevante Akteure in einer solchen Diskussion zu sehen, hatten die Geschäftsführung/Künstler von Aggro Berlin wie auch die Chefredaktion der Bravo HipHop Spezial leider abgesagt.

Gestritten wurde trotzdem - vor allem darüber, wo die Grenze für Rassismus und Sexismus im Rap verlaufe, welche Rolle die Medien und auch die Musikindustrie spielen und inwieweit der “deutsche Gangsta-Rap” vielleicht doch als eine “Kritik der Unterschicht” bewertet werden könne. Einig war man sich hingegen, dass auf allen Ebenen mehr Verantwortung übernommen werden müsse. Staiger kommentierte die Absage von Aggro Berlin - nicht ins Mikrofon, aber dennoch hörbar - als “feige”. Wenn 20.000 Kids auf Festivals “Der N.” schreien, dürfe dies nicht unkommentiert bleiben, konstatierte Torch. Letztlich betonten alle Beteiligten, dass es besonders wichtig sei, andere Formen des Rap zu fördern und darüber hinaus mehr Diskussionen mit ALLEN Verantwortlichen und unter Einbeziehung der Konsumenten zu führen. Ein erster Schritt in die richtige Richtung ist mit der Petition und der daraus resultierenden öffentlichen Diskussion getan. Weitere Aktionen werden in 2008 folgen.

Die komplette „HipHop – Quo Vadis?“-Diskussion als Audio-Datei zum Anhören - hier

Rückblick – Brothers Keepers e.V. in Aktion

Tuesday, den 26. June 2007

Laut gegen Nazis

Laut gegen Nazis!Am 27. Juni wurde es auf der Peißnitzinsel in Halle/Saale Laut gegen Nazis

Neben zahlreichen Künstlern wie Madson oder Rolf Stahlhofen (Söhne Mannheims) standen Sister Mariama und die Brothers Keeper Adé Bantu, unterstützt von der legendären Afrobeat Academy Band, Germ, Ono und DJ Grizzly Adams auf der Bühne, um ihre Stimmen gegen braunes Gedankengut und rechte Gewalt zu erheben. Spontan kam auch noch Smudo (Fantastische 4) mit dazu und gemeinsam mit dem Publikum wurde deutlich, dass Gewalt nicht nur mit Gegengewalt begegnet werden kann, sondern auch durch kreativen Widerstand.

Ein Thema, was bereits am Vormittag mit Schülern 8., 9. und 10. Klasse heftig diskutiert wurde. Brothers Keepers e.V. war zu Gast an der Sekundarschule Wittekind, die Künstler Adé Bantu, Germ, Mariama und Abisara gingen in die Klassen und erfuhren mehr über den Alltag der Hallenser Jugendlichen. Deutlich wurden eine gewisse Ratlosigkeit im Umgang mit den Rechten und die Angst vor ihrer Gewaltbereitschaft. Deutlich wurde aber auch der Wille, etwas dagegen zu tun - zum Beispiel mit einem Konzertereignis wie Laut gegen Nazis.

Brothers Keepers e.V. auf dem Roncalliplatz

Roncalli-Platz BackstageAm 7. Juni fand im Rahmen des 31. Evangelischen Kirchentages (6.-10. Juni) und unter dem Motto “Die Macht der Würde - Globalisierung neu denken” eine zentrale Veranstaltung auf dem Roncalliplatz direkt am Kölner Dom statt. Neben zahlreichen prominenten Rednern wie Erzbischof Desmond Tutu aus Südafrika oder Kirchentagspräsident Dr. Reinhard Höppner sorgte Brothers Keepers e.V. für die musikalische Untermalung und präsentierte live on Stage Donabi, Nneka, Bantu und special guest Katja Riemann, begleitet von der Afrobeat Academy Band. Ein exklusives Konzertereignis, zu dessen Abschluss noch einmal alle auf die Bühne kamen, um gemeinsam mit dem Publikum und spontaner Unterstützung von Rolf Zacher, Rolf Stahlhofen und Brothers Keeper Snipe Bob Marleys “Get Up Stand Up” als Zeichen des kreativen Widerstands in die Welt hinaus zu tragen.
Brothers Keepers e.V. erhält Africa Festival Award 2007

Adé Bantu nimmt Festival-Award entgegenVom 25. bis 28. Mai 2007 Mai war Africa Festival in Würzburg und zu unserer überraschung erhielt Brothers Keepers e.V. für das Engagement gegen Rassismus und die Entwicklung und Stärkung der afrodeutschen Identität sowie ihre Verankerung als Teil der deutschen Gesellschaft den Africa Festival Award 2007 bei der Eröffnungsveranstaltung. Als Initiator und Gründer des Musikprojektes und des Vereins nahm Adé Bantu - deutlich gerührt - den Preis entgegen und erinnerte daran, dass Rassismus und Furcht vor Rassismus in diesem Jahrtausend nicht mehr vertretbar seien. Jeder Einzelne habe die Möglichkeit etwas zu tun. Was er damit meint, wurde nicht nur durch den YES I AM!-Film, der während des Festivals gleich zweimal gezeigt wurde, deutlich, sondern auch auf dem Panel, bei dem unter anderem er selbst und Sängerin Mariama unter dem Titel “Fremd in der Heimat - Leben als Afrodeutscher” angeregt mit den etwa 300 Zuschauern diskutierten und Position als Afros in Deutschland bezogen.

Hier geht es zu einem Live-Mitschnitt der Diskussion.

Festakt “Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage”

Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage / HürthIm Rahmen eines großen Festaktes wurde das Albert-Schweitzer-Gymnasium/Hürth am 23. Mai mit der Plakette des Projektes “Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage” ausgezeichnet. 95 Prozent aller Schüler und Lehrer haben sich mit einer Unterschrift gegen Rassismus und Intoleranz ausgesprochen. Als Paten waren neben FC Köln Trainer Christoph Daum auch Adé Bantu, Donabi und Mariama in Vertretung für Brothers Keepers e.V. mit dabei. Und da es schließlich auch etwas zu feiern galt, gab es von den Dreien zum Abschluss ein musikalisches Statement. Die Schüler des Albert Schweitzer Gymnasiums haben eindeutig Position bezogen – bleibt, dass ihnen viele andere folgen.