Archiv des Tags ‘Antidiskriminierung’

Vorwürfe gegen die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS)

Wednesday, den 6. May 2009

In einer Presseerklärung vom 4. Mai erhebt der Antidiskriminierungsverband Deutschland (advd) schwere Vorwürfe gegen die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) Martina Köppen. Mit ihrem Verhalten, Aussagen sowie der Schwerpunktsetzung ihrer Arbeit verhöhne sie die Erfahrung der von Diskriminierung Betroffenen in Deutschland. Die ADS werde entsprechend ihrem eigentlichen gesetzlichen Auftrag, auf unabhängige Weise, Maßnahmen zur Verhinderung und Beseitigung von Benachteiligung zu ergreifen sowie Öffentlichkeitsarbeit zu leisten, nicht gerecht. Dabei machen aktuelle Studien deutlich, dass die Dunkelziffer rassistisch motivierter Straftaten, Belästigung und Diskriminierung weitaus höher anzusetzen ist, als amtliche Statistiken aufzeigen. Ein Richtungswechsel des ADS ist damit von aller höchster Dringlichkeit.

Die ganze Pressemeldung HIER!

Bielefelder Antidiskriminierungswoche “power on”

Thursday, den 26. February 2009
"power on" in Bielefeld

"power on" in Bielefeld

Vom 14. bis 21. März 2009 findet in Bielefeld die Antidiskriminierungswoche “power on” statt:

In dieser Woche geht es darum verschiedene Formen von Diskriminierung (wie beispielsweise Ableism*, Trans- und Homophobie, Adultismus*, Sexismus oder Rassismus) im Kontext der Migrationsgesellschaft zu thematisieren und sichtbar zu machen. Eine Grundannahme ist hierbei, dass sich diese verschiedenen Diskriminierungsformen nicht voneinander trennen lassen und eng miteinander verwoben sind.

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AGG-Urteil: “Muttersprache Deutsch” als Stellenanforderung ist diskriminierend

Wednesday, den 25. February 2009

Presseerklärung des Antidiskriminierungsnetzwerkes Berlin

Am 11.02.2009 hat das Arbeitsgericht Berlin der Schadensersatzklage von Frau L. gegen eine internationale
Kunstinstitution in Berlin wegen Verstoßes gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) in erster
Instanz stattgegeben.

Frau L. hatte sich auf eine Stelle beworben, allerdings vor Beendigung des Bewerbungsverfahrens eine
Absage erhalten. Auf Nachfrage erhielt sie eine schriftliche Begründung, in der es hieß, man habe sie nicht
genommen, weil sie keine „deutsche Muttersprachlerin“ sei. Frau L. hat sich daraufhin an das
Antidiskriminierungsnetzwerk Berlin des Türkischen Bundes in Berlin-Brandenburg (ADNB des TBB) gewandt. Schriftliche Klärungsversuche und Interventionen u.a. durch die „Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung (LADS)“ scheiterten. Daraufhin verklagte Frau L. die Kunstinstitution.

HIER die gesamte Pressemeldung als pdf-Dokument.

Diskriminierungsschutz ist nicht teilbar

Tuesday, den 3. June 2008

Pressemeldung / Antidiskriminierungsverband Deutschland

Diskriminierungsschutz ist nicht teilbar!

Der Antidiskriminierungsverband Deutschland (advd) spricht sich für eine zielgruppenübergreifende EG-Gleichbehandlungsrichtlinie im Zivilrecht aus

Ausdrücklich begrüßt der Andidiskriminierungsverband Deutschland den Entwurf der EU-Kommission für eine Richtlinie, die nun auch Menschen, die wegen ihres Alters, ihrer Religion, ihres Geschlechts, wegen einer Behinderung oder ihrer sexuellen Identität im privaten Geschäftsverkehr diskriminiert werden, schützen soll.

Die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Frau Dr. Köppen, warnte gestern in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) vor schärferen Diskriminierungsregeln, die ihrer Auffassung zufolge ein Schlag für die deutsche Wirtschaft bedeuten würde. Mit dieser erneuten öffentlichen Entgleisung signalisiert Frau Dr. Köppen insbesondere von Diskriminierung Betroffenen, dass sie gar kein Interesse daran hat, in Deutschland einen tatsächlich umfassenden Diskriminierungsschutz zu etablieren. Seit ihrem Amtsantritt plädiert und engagiert sie sich ausschließlich für die Wirtschaftsverbände und deren Interessen.

Aufs Schärfste verurteilt der advd diese Haltung von Frau Dr. Köppen. Er fordert die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes auf, statt die menschenrechtlichen Grundbestimmungen der EG-Gleichbehandlungsrichtlinien zu blockieren, sich innerhalb der CDU/CSU und der Wirtschaft für einen umfassenden Diskriminierungsschutz stark zu machen. Diskriminierungsschutz ist nicht teilbar!

Als advd stellen wir uns auf die Seite der Betroffenen: Beim Schutz vor Diskriminierung bei Abschluss von Versicherungen, beim Zugang zu Diskotheken oder der Anmietung einer Wohnung darf es keine Hierarchie geben.

Kontakt:

Banu Bambal, ADB Köln/Öffentlichkeit gegen Gewalt e.V.
Tel.: 0221 510 18 47

Hartmut Reiners, Anti-Rassismus Informations-Centrum, ARIC-NRW e.V.
Tel.: 0203 28 48 73