Plantation Memories - Episodes of Everyday Racism
Thursday, den 25. September 2008
In diesen Tagen erscheint das neue Buch “Plantation Memories” der Schriftstellerin und Psychologin Grada Kilomba im Unrast-Verlag - leider bisher nur auf englischer Sprache, dennoch aber eine unbedingte Empfehlung für alle, die sich mit dem Themen “Rassismus” und “Identität” beschäftigen. Das Buch
… erforscht Alltagsrassismus in Form einer Sammlung von Geschichten. Es begreift Rassismus als psychologische Realität. Grada Kilomba zufolge wird Alltagsrassismus als gewaltsamer Schock erlebt, der die Menschen plötzlich in eine koloniale Situation rückt und sie dabei ihrer Verbindung mit der Gesellschaft entreißt. Völlig unerwartet trifft Vergangenheit auf Gegenwart, und die Gegenwart wird erlebt, als wäre sie die furchtbare Vergangenheit, auf die der Titel des Buches verweist. Indem sie postkoloniale Theorie, Psychoanalyse und poetisches Erzählen miteinander verbindet, ermöglicht Kilomba eine neue und inspirierende Interpretation von Alltagsrassismus, Erinnerung, Trauma und Dekolonisierung in der Form von Kurzgeschichten. Das Buch widmet sich einer Reihe von Themen – von der Frage »Woher kommst du?« über das N-Wort bis zur politischen Bedeutung des Haars – und ist unverzichtbar für alle, die sich für Afrikanistik, Postkolonialismus, Kritische Weißseinsforschung und Psychoanalyse interessieren. (www.unrast-verlag.de)
Mehr Infos gibt es auf gradakilomba.com
Vorbestellen lässt sich “Plantation Memories” u.a. HIER!
“Plantation Memories - Episodes of Everyday Racism”
ISBN-13: 978-3-89771-485-4, Ausstattung: br., ca. 152 Seiten, Preis: 14 Euro




Die Bücher bestehen aus einer Sammlung von “Verhören”. Unklar bleibt, warum ausgerechnet “Der Weiße Neger Wumbaba” (ursprünglich “der weiße Nebel wunderbar” aus “Der Mond ist aufgegangen” von Matthias Claudius) als Coverbild und Titel herhalten muss, daher muss davon ausgegangen werden, dass es hierbei ausschließlich um einen reißerischen Aufhänger geht.
Rassismus ist ein unterschiedlichen Ebenen täglich konfrontiert sehen. Das Aufbauen einer rassistischen Marke (Die “Wumbaba”-Figur ist inzwischen auch völlig kontextfrei als Problem, mit dem sich viele nicht-Weiße Menschen auf Schlüsselanhänger erhältlich) kann und darf nicht mit dem Hinweis auf den “harmlosen Inhalt” des Buches oder gar künstlerische Freiheit gerechtfertigt werden.