7,3 Prozent für die NPD in Mecklenburg-Vorpommern, insgesamt elf Sitze in den Berliner Bezirksparlamenten Neukölln, Treptow-Köpenick, Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg, dazu ein Sitz für die Republikaner in Berlin-Pankow - für Brothers Keepers e.V. nur ein Grund mehr, der “braunen Scheiße endlich Aufhalt” zu gebieten! Seit der Wiedervereinigung wurden mindestens 135 Menschen aus rechtsextremen, rassistischen, antisemitischen oder damit in Zusammenhang stehenden Gründen ermordet. Die Opfer wurden aus Straßenbahnen gestoßen, in Fensterscheiben gehetzt, auf Autobahnen gejagt oder zu Tode geprügelt oder getreten.
2005 erfasste der Verfassungsschutz 10.271 rechtsextreme und ausländerfeindliche Delikte, darunter 588 Gewalttaten. Die Zahlen der Opferberatungsstellen liegen mit 614 rechtsmotivierten Gewalttaten allein für den Osten Deutschlands weit über diesen offiziellen Statistiken - die Dunkelziffer ist noch höher anzusetzen.
Für das Jahr 2006 bleibt zumindest eines gewiss: Der Fall von Ermias M. in Potsdam ist - entgegen der öffentlichen Wahrnehmung - nicht der einzige Übergriff. Mit sinkenden Zahlen ist nicht zu rechnen.
Und jetzt? Die Wahrheit: Hier geht es zur aktuellen Auflistung rechtsextremer und rassistischer Gewalt.