AFROPUNK - kein Bock auf Kompromisse!
Sunday, den 23. August 2009Im Allgemeinen sind Schwarze Musiker glaubwürdig - denn wie heißt es doch so schön: “Die Schwarzen, die haben Rhythmus im Blut.” Dass es sich dabei um ein Vorurteil handelt, welches einst dazu diente, den Menschen in Afrika jegliche Kultur abzusprechen und somit Rassismus zu legitimieren, bleibt zwar vielen Weißen auch heutzutage noch verborgen, soll an dieser Stelle jedoch nicht weiter vertieft werden. Vielmehr wird der Fokus auf ein Klischee im Klischee gerichtet. Denn in der großen weiten Musikwelt gibt es tatsächlich ein Genre, in dem Schwarze Künstler kaum akzeptiert werden: Punk/Rock.
“Chauvinismus, Stereotypisierungen, wir können sehen, was Plattenfirmen gefällt, sobald wir Musikvideos schauen. Als Schwarze Frau bist du doppelt davon betroffen, dass du in bestimmte Schubladen zu passen hast”,
erklärt Musikerin Noah Sow, auch bekannt als Autorin von „Deutschland Schwarz Weiss” und Vorstand der mediawatch-Organisation „Der Braune Mob“. Die Gründung des eigenen Labels JEANNE DARK RECORDS war für Noah insofern nur eine logische Reaktion auf eigene Erfahrungen in der Plattenindustrie:
“Zwei Jahre zu brauchen um eine einzige Single zu veröffentlichen, kann Künstler kaputtmachen. Mich gottseidank nicht. Ich bin dann da weg.”




