“Sein Alptraum” dauert inzwischen gute sieben Monate an, doch ein böses Erwachen wird es nicht geben - jedenfalls nicht für Tibor Sturm aka QuietStorm. Am 30. Januar wird er aus der Haft entlassen und kann es, verständlicherweise, kaum erwarten.
Im Frühjahr des vergangenen Jahres wurde Tibor verurteilt, da er einen Neonazi im Kampf mit einem Holzpfahl traf und dieser daraufhin ins Koma fiel. Allerdings hatte dieser Tibor gemeinsam mit fünf Freunden zuvor verfolgt und angegriffen. Tibor wehrte sich, doch seine Kampfsporterfahrung wurde ihm letztlich vor Gericht zum Verhängnis. Das Urteil: sieben Monate ohne Bewährung. (Mehr Infos - klick hier!)
Nach der anfänglichen Ohnmacht über die Verurteilung, schöpfte Tibor wieder Mut. Einerseits wurde er verhälnismäßig schnell vom geschlossenen in den offenen Vollzug verlegt und hatte somit alle paar Wochen Freigang. Andererseits erhielt er aus ganz Deutschland so viele aufmunternde Briefe, dass er gar nicht anders konnte, als neuen Mut zu schöpfen.
Er hat uns gebeten, Folgendes im BK-Blog zu veröffentlichen: “Ich bin unheimlich dankbar für Euren Support. All die Unterstützung war für die Überbrückung der Haftzeit eine unglaublich große Hilfe und Kraftquelle. Ich kann nichts anderes sagen, außer: Danke!”
Die Tatsache, dass seine Angreifer alle freigesprochen wurden, bestärkt ihn noch viel mehr darin, nach seiner Freilassung mit neuer Energie weiter aktiv gegen Rechts zu arbeiten. Die ersten Termine stehen bereits:
Am 4. und 5. Februar gibt er am Helene-Lange-Gymnasium in Fürth Workshops unter dem Titel “Neue Qualität des Rechtsextremismus - Jugendliche im Visier totalitärer Bewegungen”. Am 6. Februar ist er auf dem Kontraste Filmfestival in Bayreuth eingeladen und auf dem Black History Month in Hamburg wird er auch vorbeischauen. Es gibt viel zu tun…