Archiv des Tags ‘Torch’

marasa.org - Help for Haiti

Wednesday, den 15. October 2008

Torch - aka DJ Haitian Star - aka Frederik Hahn - hat mit direkter Unterstützung von u.a. Alain Castera, Nathalie Hahn und Torben Frenk das Hilfsnetzwerk MARASA mit Schwerpunkt Haiti initiiert. Haiti ist eines der ärmsten Länder der Welt. Bis in die deutschen Wohnzimmer dringt davon jedoch herzlich wenig. So wissen wir, im Zuge der verheerenden Hurricans der letzten Zeit, vermutlich alle um die Not der Betroffenen in den USA. Über die Verwüstungen und die Folgen derselben Hurricans auf Haiti wird hingegen kaum berichtet…

Auf dem DJ Haitian Star myspace-Blog heißt es:

Marasa bringt helfende zusammen mit Leuten die helfen wollen.
Marasa arbeitet Länderübergreifend und ehrenamtlich. Marasa nimmt kein Geld selbst in Empfang sondern vermittelt lediglich zwischen Geldgebern und Empfängern.

HIER geht es zum DJ Haitian Star-Blog!
HIER geht es direkt zu marasa.org!

Infos über Haiti auf wikipedia.org - HIER!

“Haiti - Wo die Menschen Erde essen”/Video (Beitrag im Weltspiegel vom 20.04.2008) - HIER!

“Fremd im eigenen Land”

Wednesday, den 30. January 2008

Der untenstehende Kommentar trägt den zahlreichen Anfragen Rechnung, die uns in den vergangenen Tagen bezüglich eines Statements zum aktuellen Fler-Album “Fremd im eigenen Land” erreicht haben. Es handelt sich um einen einmaligen Kommentar, es wird keine weiteren Statements oder Interviews unsererseits geben.

In unseren Augen ist das neue Album von Fler “Fremd im eigenen Land” nur ein weiteres Produkt aus dem Hause Aggro Berlin, das durch gezielte Provokation und ein gut durchdachtes Marketingkonzept die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich zu lenken versucht. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird die Strategie einmal mehr aufgehen und nicht nur ein dickes “Plus” auf den Bankkonten aller Beteiligten hinterlassen, sondern auch seinen Teil dazu beitragen, den “Deutscha Bad Boy”-Nachwuchs in sich zu bestätigen und zu fördern. Eine zu erwartende Entwicklung, die wir natürlich und vor allem vor dem Hintergrund der nach wie vor aktuellen Diskussion über gewaltbereite Jugendliche verurteilen und an das Verantwortungsbewusstsein des Labels und seiner Künstler appellieren - nicht nur in direktem Bezug auf die Fans, sondern auch hinsichtlich des transportierten Images. Doch allem Anschein nach trüben die blitzenden Eurozeichen den Weitblick aller Verantwortlichen. Wir finden dies sehr schade, liegt in der Popularität des Labels doch sehr viel mehr Potential.

(more…)

“HipHop – Quo Vadis?” oder: Das Schweigen ist gebrochen!

Friday, den 12. October 2007

Im Juli startete die Online-Petition “Das Schweigen brechen – Rassismus und Sexismus im deutschen HipHop”. Neben zahlreichen prominenten Unterstützern wie Smudo, Dr. Wolfgang Thierse oder Hans-Jürgen Massaquoi haben sich bisher knapp 4.000 Menschen an der Aktion beteiligt und mit ihrer Unterschrift ein deutliches Zeichen gesetzt.

HipHop - Quo Vadis?

In Anlehnung an die Petition hatte Brothers Keepers e.V. mit dem Medienpartner Musikwoche und der Amadeu Antonio Stiftung am 21. September zu einer Pressekonferenz auf die Musikmesse Popkomm nach Berlin geladen. Unter dem Titel “HipHop – Quo Vadis?” diskutierten Murat Güngör (Autor), Torch (HipHop Artist/BK), Ramin Bozorgzadeh (Groove Attack), Adé Bantu (Musiker/BK), Abisara Machold (Sängerin/Soz.Wiss.), Marcus Staiger (Royal Bunker), Daniel Köhler (Juice) und Noah Sow (Autorin/Musikerin/Der Braune Mob) über die gegenwärtigen Entwicklungen im deutschsprachigen HipHop. Die Moderation übernahm Manfred Gillig, Chefredakteur des Branchenmagazins Musikwoche. Mit der Begründung, sich nicht als relevante Akteure in einer solchen Diskussion zu sehen, hatten die Geschäftsführung/Künstler von Aggro Berlin wie auch die Chefredaktion der Bravo HipHop Spezial leider abgesagt.

Gestritten wurde trotzdem - vor allem darüber, wo die Grenze für Rassismus und Sexismus im Rap verlaufe, welche Rolle die Medien und auch die Musikindustrie spielen und inwieweit der “deutsche Gangsta-Rap” vielleicht doch als eine “Kritik der Unterschicht” bewertet werden könne. Einig war man sich hingegen, dass auf allen Ebenen mehr Verantwortung übernommen werden müsse. Staiger kommentierte die Absage von Aggro Berlin - nicht ins Mikrofon, aber dennoch hörbar - als “feige”. Wenn 20.000 Kids auf Festivals “Der N.” schreien, dürfe dies nicht unkommentiert bleiben, konstatierte Torch. Letztlich betonten alle Beteiligten, dass es besonders wichtig sei, andere Formen des Rap zu fördern und darüber hinaus mehr Diskussionen mit ALLEN Verantwortlichen und unter Einbeziehung der Konsumenten zu führen. Ein erster Schritt in die richtige Richtung ist mit der Petition und der daraus resultierenden öffentlichen Diskussion getan. Weitere Aktionen werden in 2008 folgen.

Die komplette „HipHop – Quo Vadis?“-Diskussion als Audio-Datei zum Anhören - hier

“And the winner is…”

Sunday, den 15. April 2007

Preisverleihung zum Brothers Keepers HipHop- und Lyrikwettbewerb

Am 26. März war es endlich soweit: Zum Finale des Brothers Keepers HipHop- und Lyrikwettbewerbs und vor dem Hintergrund der Woche der Solidarität mit den gegen Rassismus und Rassendiskriminierung kämpfenden Völkern hatte Brothers Keepers e.V. in Kooperation mit der Amadeu Antonio Stiftung zum exklusiven Abschlussevent mit Preisverleihung und Podiumsdiskussion in die Berliner Stiftungsräume geladen. Durch das Programm führten Hadnet Tesfai von Radio Fritz und Mekonnen Mesghena von der Heinrich Böll Stiftung. Jazzsängerin Chinaza sorgte gemeinsam mit Pianist Sebastian Weiß für die musikalische Unterhaltung und Essy Agboli-Gomado vom Verein Brücke zu Togo bewirtete die rund 60 Gäste mit afrikanischen Spezialitäten.

Anlässlich des 21. März, dem Internationalen Tag zur Beseitigung der Rassendiskriminierung und dem Welttag der Poesie, hatte Brothers Keepers e.V. dazu aufgerufen, kreativ seine Stimme gegen “Rassenhass” und Diskriminierung und für ein faires Miteinander zu erheben. Im Rahmen des großen Brothers Keepers HipHop- und Lyrikwettbewerbs konnten selbst produzierte HipHop-Tracks und/oder Gedichte eingeschickt werden. Von Mitte Dezember 2006 bis Mitte Februar 2007 erreichten uns über 200 HipHop-Tracks und Gedichte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Jury, Schauspielerin Katja Riemann, Schauspieler Birol Ünel, Dr. Thomas Wohlfahrt (Literaturwerkstatt Berlin), Christian Bangel (Die Zeit Zünder), Marc Leopoldseder (Juice-Magazin), HipHop-Artist Clueso sowie die Brothers Keeper Torch, Denyo und Germ, hatte in den Kategorien “HipHop” und “Lyrik” jeweils die Qual der Wahl.

Vor der offiziellen Preisverleihung galt es jedoch ernstere Töne anzuschlagen. In ihren Eröffnungsreden betonten sowohl Brothers Keepers Initiator Adé Bantu als auch Claudia Lohrenscheit vom Deutschen Institut für Menschenrechte sowie die Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung, Anetta Kahane, wie wichtig es sei, kontinuierlich etwas gegen Intoleranz und Rechtsextremismus zu tun. Die Medien berichteten immer nur dann, wenn es einen “grausamen” Aufhänger gebe, dabei seien Rassismus und Diskriminierung noch immer Alltag in Deutschland.

Diskussion

Unter dem Titel “Kreativer Widerstand im Zeitalter der Volksverstummung” diskutierten im Anschluss Anetta Kahane, Katja Riemann, Birol Ünel, Adé Bantu und Torch passend zum Leitgedanken der Veranstaltung. Katja Riemann wies darauf hin, dass es vor allem die Künstler sein müssten, die mit “kreativem Widerstand” unbequeme Wahrheiten ansprechen und Birol Ünel forderte von jedem Einzelnen ein drastischeres Eintreten gegen Rassismus: “Ich bin da eher Rockn Roller!” Hip Hop-Legende Torch, der selbst beim Einkaufen, CDs von ambitionierten Rap-Artists zugesteckt bekommt, ließ sich darüber aus, dass er Zeilen wie “Wir ficken die Charts” nicht mehr hören könne und appellierte an junge Künstler, mehr Inhalte in ihre Texte zu bringen - und das nicht nur, weil er als Zuhörer endlich wieder ernst genommen werden wolle.

Dass es auch anders geht, wurde bei der anschließenden Preisverleihung deutlich. So heißt es im Siegertrack “Meine Leute” von Crunch Time und Killomark: “Es geht an alle Leute in diesem Land / Steht auf, seid stark, wehrt euch / Denn es ist Zeit für Widerstand / Ihr müsst aufstehen, rausgehen, die Faust heben / Bis sie merken, dass wir alle hier gemeinsam zu Haus leben.” Das Siegergedicht “Vaterland” von der 24-jährigen Österreicherin Maria Elisabeth Grundner trieb Laudatorin Katja Riemann sogar die Tränen in die Augen. Als Preis gab es für die Gewinner jeweils ein kunstvolles Bild des international bekannten nigerianischen Malers Chidi Kwubiri im Wert von 600 Euro und eine von den Juroren signierte Urkunde.

Preisverleihung

Die Gewinner auf einen Blick…

    Kategorie “Hip Hop”

  • 1. Platz: Meine Leute von Crunch Time & Killomark
  • 2. Platz: Willkommen in Ghana von Quichotte & Flo
  • 3. Platz: Mach Dir Ein Bild von Slow Mo, re-bug und DJ Madlock
  • Kategorie “Lyrik”

  • 1. Platz: Vaterland von Maria Elisabeth Grundner
  • 2. Platz: es war März von Constanze Sannemüller
  • 3. Platz: Vom “Er” zum “Du” von Torsten Jäger


… demnächst auch wieder zum Anhören und Lesen

Brothers Keepers HipHop- und Lyrikwettbewerb

Tuesday, den 30. January 2007

Neuer Einsendeschluss: 15. Februar 2007

Aufgrund der zahlreichen Bitten, die uns erreicht haben, haben wir den Einsendeschluss des Brothers Keepers HipHop- und Lyrikwettbewerbs kurz entschlossen bis zum 15. Februar 2007 verlängert. Ihr habt also noch ein paar Tage mehr, um uns anlässlich des 21. März - dem Internationale Tag zur Beseitigung der Rassendiskriminierung sowie dem Welttag der Poesie - Eure selbst produzierten HipHop-Tracks und/oder selbst verfassten Gedichte zukommen zu lassen.

Es geht um “Rassenhass” und Diskriminierung, aber auch um ein faires Miteinander und um die positive Kraft Eurer Worte. Jeder von uns kann etwas bewegen, denn wir schreiben unsere Geschichte selber. Deshalb erwartet die Jury von Euch qualitativ gute Einsendungen - kreative und innovative Gedanken! Neben den bereits bekannten Jurymitgliedern Katja Riemann, Birol Ünel, Clueso sowie den BKs Torch, Denyo und Germ können wir Euch fachkompetenten Juryzuwachs vermelden: Dr. Thomas Wohlfahrt von der Literaturwerkstatt Berlin und Christian Bangel vom ZEIT-Onlineportal “Die Zeit Zünder” werden eure Lyrikbeiträge begutachten. Marc Leopoldseder vom Juice-Magazin verstärkt das Team der HipHop-Juroren. Ein besonderes Schmankerl: Wer es schafft, den Juice-Juroren nachhaltig zu beeindrucken, bekommt die Chance auf einen der heiß begehrten Plätze auf dem Juice-Sampler. Ebenso erwarten Euch neben weiteren Veröffentlichungen nicht nur exklusive Sachpreise, sondern auch ein Meet & Greet mit den Brothers Keepers Aktvisten und Künstlern.

Also, greift zu Stift und Mikrofon, denn I Am My Brothers Keeper!
Mehr Infos und Teilnahmebedingungen