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Rückblick – Brothers Keepers e.V. in Aktion

Tuesday, den 26. June 2007

Laut gegen Nazis

Laut gegen Nazis!Am 27. Juni wurde es auf der Peißnitzinsel in Halle/Saale Laut gegen Nazis

Neben zahlreichen Künstlern wie Madson oder Rolf Stahlhofen (Söhne Mannheims) standen Sister Mariama und die Brothers Keeper Adé Bantu, unterstützt von der legendären Afrobeat Academy Band, Germ, Ono und DJ Grizzly Adams auf der Bühne, um ihre Stimmen gegen braunes Gedankengut und rechte Gewalt zu erheben. Spontan kam auch noch Smudo (Fantastische 4) mit dazu und gemeinsam mit dem Publikum wurde deutlich, dass Gewalt nicht nur mit Gegengewalt begegnet werden kann, sondern auch durch kreativen Widerstand.

Ein Thema, was bereits am Vormittag mit Schülern 8., 9. und 10. Klasse heftig diskutiert wurde. Brothers Keepers e.V. war zu Gast an der Sekundarschule Wittekind, die Künstler Adé Bantu, Germ, Mariama und Abisara gingen in die Klassen und erfuhren mehr über den Alltag der Hallenser Jugendlichen. Deutlich wurden eine gewisse Ratlosigkeit im Umgang mit den Rechten und die Angst vor ihrer Gewaltbereitschaft. Deutlich wurde aber auch der Wille, etwas dagegen zu tun - zum Beispiel mit einem Konzertereignis wie Laut gegen Nazis.

Brothers Keepers e.V. auf dem Roncalliplatz

Roncalli-Platz BackstageAm 7. Juni fand im Rahmen des 31. Evangelischen Kirchentages (6.-10. Juni) und unter dem Motto “Die Macht der Würde - Globalisierung neu denken” eine zentrale Veranstaltung auf dem Roncalliplatz direkt am Kölner Dom statt. Neben zahlreichen prominenten Rednern wie Erzbischof Desmond Tutu aus Südafrika oder Kirchentagspräsident Dr. Reinhard Höppner sorgte Brothers Keepers e.V. für die musikalische Untermalung und präsentierte live on Stage Donabi, Nneka, Bantu und special guest Katja Riemann, begleitet von der Afrobeat Academy Band. Ein exklusives Konzertereignis, zu dessen Abschluss noch einmal alle auf die Bühne kamen, um gemeinsam mit dem Publikum und spontaner Unterstützung von Rolf Zacher, Rolf Stahlhofen und Brothers Keeper Snipe Bob Marleys “Get Up Stand Up” als Zeichen des kreativen Widerstands in die Welt hinaus zu tragen.
Brothers Keepers e.V. erhält Africa Festival Award 2007

Adé Bantu nimmt Festival-Award entgegenVom 25. bis 28. Mai 2007 Mai war Africa Festival in Würzburg und zu unserer überraschung erhielt Brothers Keepers e.V. für das Engagement gegen Rassismus und die Entwicklung und Stärkung der afrodeutschen Identität sowie ihre Verankerung als Teil der deutschen Gesellschaft den Africa Festival Award 2007 bei der Eröffnungsveranstaltung. Als Initiator und Gründer des Musikprojektes und des Vereins nahm Adé Bantu - deutlich gerührt - den Preis entgegen und erinnerte daran, dass Rassismus und Furcht vor Rassismus in diesem Jahrtausend nicht mehr vertretbar seien. Jeder Einzelne habe die Möglichkeit etwas zu tun. Was er damit meint, wurde nicht nur durch den YES I AM!-Film, der während des Festivals gleich zweimal gezeigt wurde, deutlich, sondern auch auf dem Panel, bei dem unter anderem er selbst und Sängerin Mariama unter dem Titel “Fremd in der Heimat - Leben als Afrodeutscher” angeregt mit den etwa 300 Zuschauern diskutierten und Position als Afros in Deutschland bezogen.

Hier geht es zu einem Live-Mitschnitt der Diskussion.

Festakt “Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage”

Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage / HürthIm Rahmen eines großen Festaktes wurde das Albert-Schweitzer-Gymnasium/Hürth am 23. Mai mit der Plakette des Projektes “Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage” ausgezeichnet. 95 Prozent aller Schüler und Lehrer haben sich mit einer Unterschrift gegen Rassismus und Intoleranz ausgesprochen. Als Paten waren neben FC Köln Trainer Christoph Daum auch Adé Bantu, Donabi und Mariama in Vertretung für Brothers Keepers e.V. mit dabei. Und da es schließlich auch etwas zu feiern galt, gab es von den Dreien zum Abschluss ein musikalisches Statement. Die Schüler des Albert Schweitzer Gymnasiums haben eindeutig Position bezogen – bleibt, dass ihnen viele andere folgen.

Afros, kommt nach Würzburg!

Friday, den 4. May 2007

Es ist an der Zeit, ein Zeichen zu setzen!

Vom 25. bis 28. Mai 2007 ist Africa Festival in Würzburg und zusammen mit den Organisatoren möchte Brothers Keepers e.V. den Pfingstmontag nutzen, um möglichst viele Afros aus Deutschland zu mobilisieren und in Würzburg zu versammeln. Wir wollen Afro-Präsenz zeigen und damit nicht nur Stellung gegen Rassismus beziehen, sondern uns zugleich selbstbewusst in Deutschland positionieren.

Zu diesem Zweck wurde eine Brothers Keepers Gästeliste eingerichtet, über die Afros aus Deutschland am 28. Mai freien Eintritt zum Festivalgelände und somit zu allen Veranstaltungen und Konzerten erhalten. Was Du tun musst: Schicke uns bis zum 25. Mai eine kurze E-Mail mit dem Betreff “Africa Festival Würzburg” an verein@brothers-keepers.de und schreibe in die E-Mail Deinen Namen, Deine Adresse und eine Kontaktmöglichkeit (E-Mail oder Telefon). Wir bestätigen Dir Deine E-Mail und schon stehst Du auf der Liste. Das Ticket kannst Du Dir dann am 28. Mai am Haupteingang/VIP-Kasse des Festivals abholen.

Bereits am Vorabend, den 27. Mai, läuft der Film YES I AM! um 22.00 Uhr im Filmzelt. Am 28. Mai findet unter dem Titel “Fremd in der Heimat – Das Leben als Afrodeutscher” um 11.00 Uhr der entsprechende Panel mit den Protagonisten und Brothers Keepers Adé Bantu und D-Flame sowie Sister Mamadee im Havana Club statt. Das musikalische Statement startet ab 13.30 Uhr. Mit dabei sind Otentikk Street Brothers, Mo’ Kalamity & The Wizards, Dub Incorporation, Sebastian Sturm & Jin Jin Band, Marlene Johnson & House of Riddim special Guest Jah Sesco, Jahcoustix & Dubios Neighbourhood sowie Martin Jondo. Unter dem Motto “Different colours One people – for a world without racism!” erheben die Künstler – jeder auf seine Weise – musikalisch ihre Stimmen gegen die offensichtlichen Missstände in unserer Gesellschaft.

Apropos Afro-Präsenz: Patrice, Nosliw, Eased von Seeed und andere bekannte Gesichter sollen sich auf dem Festivalgelände aufhalten. Auch Mamadee scheint nicht die einzige Sister zu sein, die am Start ist. Auf überraschungen darf man also ruhig gespannt sein.

I Am My Brother’s Keeper!

Mehr Infos zum Festival und zum Programm