YES I AM!

D-Flame

Wie, du kannst kein Basketball spielen, du bist doch schwarz? Weißt du, oft musst du so Sprüche anhören: Du bist doch ein Schwarzer, du musst doch tanzen können! Ey, du kannst doch bestimmt singen, du bist doch ein Schwarzer! Weißt du, so etwas habe ich mein ganzes Leben lang gehört und nicht nur von Deutschen!

D-Flame

Daniel Kretschmer alias D-Flame

wurde 1971 in der Nordweststadt, einem der sozialen Brennpunkte Frankfurt/Mains als Sohn eines amerikanischen GIs und einer deutschen Mutter geboren. Sein Vater wurde kurz vor seiner Geburt wegen Drogenhandels ausgewiesen. Die alleinerziehende Mutter war überfordert und gab ihren Sohn in ein Heim. Schließlich landete Danny im Gefängnis. Doch dann gründete er eine eigene Familie – und fand zur Musik. „HipHop war nicht mein Hobby, sondern mein Ersatzvater“, meint der Rapper, der nicht zuletzt wegen seiner wohltemperierten Kontrabassstimme als eine der signifikantesten Persönlichkeiten der deutschen Musikszene zu bezeichnen ist.

War es zunächst der HipHop, der D-Flame von der Straße holte und dem Frankfurter Buben aus der Nordweststadt bereits 1991 den Ruf des härtesten Rappers der Stadt einbrachte, erweiterte er seinen künstlerischen Fokus 1994 nach seiner ersten Reise nach Jamaika. Dancehall, Reggae und Ragga sind ihm längst in Leib und Blut übergegangen, eine Entwicklung, die schon auf seinem Debütalbum „Bassstard“ (2000) zu hören war. Mittlerweile hat er vier Soloalben veröffentlicht und mit Musikerkollegen wie Afrob, Xavier Naidoo, Seeed, Jan Delay, Sammy Deluxe, Wayne Marshall oder Jahmali gearbeitet. Sein Engagement bei Brothers Keepers war und ist nicht nur wegen seines Konzeptalbums „Daniel X – eine schwarze deutsche Geschichte“ (2002), eine musikalische Autobiographie, eine Selbstverständlichkeit. Dass er auch sanfte Töne anschlagen kann, bewies er zuletzt mit seinem „Mom Song“, der ihm bei Stefan Raabs Bundesvision Song Contest 2007 den 7. Platz sicherte. Seit nun mehr als drei Jahren moderiert er auf You FM wöchentlich die Sendung „Sounds“, in der er seine aktuellen Lieblingsscheiben auflegt.

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